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TSV Kleinsachsenheim - FV Markgröningen / 8:6 n.E. (3:3) / 10.06.2017

Aufstieg verschoben… auf nächstes Jahr!

 

Am Samstagabend ging der lange Kampf um den Aufstieg in die Kreisliga A bitter zu Ende. Nach 120 Minuten aufopferungsvollem Kampf und zahlreichen Blessuren musste beim Stand von 3:3 die allseits beliebte Lotterie "Elfmeterschießen" für die Entscheidung sorgen – welche dann leider gegen uns fiel.

Dabei war man gut in die Partie gestartet. Fern ab der Heimat am Ende der Welt wurde in Sternenfels pünktlich um 18 Uhr die zweite Runde der Aufstiegsrelegation angepfiffen. Von Anfang an entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für den FVM. Während K'Sachsenheim erwartungsgemäß nach dem Motto "Hoch und weit, des g'fällt de Leut" angriff, versuchte der FVM seine spielerische Klasse und Geschwindigkeit gewinnbringend einzusetzen. Nach 22 Minuten konnte D. Bajrami dann nur noch per Grätsche gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte B. Weidner souverän zur 0:1 Führung für die schönste Mannschaft der Welt und dies sollte auch der Pausenstand bleiben.

Direkt nach dem Seitenwechsel sorgte D. Bajrami diesmal selbst für den Treffer und stellte die nicht vorhandene Anzeigetafel auf 0:2. Bereits zwei Minuten später, in der 49. Spielminute konnte der TSV den alten Abstand aber leider schon wieder herstellen. Einen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte M. Majer ins lange Eck. Ab da hatte man das Gefühl, dass dem FVM zunehmend der Stift ging, die Führung herzuschenken. Hinzu kamen Ausfälle in Person von Kapitän F. Prager und Meister des Kopfballs T. Brosi. Doch so konnte die gut bestückte Ersatzbank eingesetzt werden. Bereits in der Halbzeit begann der Arbeitstag für J. Steffan, der W. Vins auf Rechts ersetzte. Zehn Minuten vor Schluss kam F. Tran für F. Prager und zum Ende der Partie M. Engelhardt für T. Brosi. Vor allem in Halbzeit zwei wurden viele Kleinigkeiten gepfiffen und vom Unparteiischen getreu dem Motto "Wenn ihr Karten spielen wollt, können wir das gerne tun - aber ich gebe" geahndet.

Mehrfach bot sich die Möglichkeit den Sack zuzumachen und wie so oft kam es wie es kommen musste (an dieser Stelle wandern 2€ ins Phrasenschwein). Die angezeigte Nachspielzeit von fünf Minuten lief aus Gründen, die dem Autor nicht bekannt sind, nochmals drei Minuten länger. Einige Verantwortliche vom Gastgeber SV Sternenfels dürften sich bereits den Kopf zerbrochen haben, wo sie um diese Uhrzeit noch spontan Flutlichtmasten auftreiben könnten, denn der Schlusspfiff wollte einfach nicht ertönen. Die letzte Aktion des Spiels brachte dann den Ausgleich. Ein Eckball des TSV wurde nicht ordentlich geklärt und Spielführer S. Wendler drosch das Leder ins Markgröninger Herz. Vielleicht hätte man den Ball einfach einmal öfter auf den benachbarten Häckselplatz dreschen sollen um an der Uhr zu drehen.

Dennoch zeigte der FVM große Moral und ging nach 7 Minuten der Verlängerung durch A. Bajrami mit 3:2 in Führung. Auf der anderen Seite war es (erneut) nach zwei Minuten (erneut) ein schlecht geklärter Eckball, der einem Kleinsachsenheimer vor die Füße fiel und dann aus kurzer Distanz zum 3:3 im Markgröninger Tor landete. Danach verlief der Rest des Spiels weitestgehend so ruhig wie eine Pressekonferenz in Nordkorea, kaum was los. Die letzte große Chance hatte dann nochmals der TSV kurz vor Abpfiff mit einem Pfostentreffer – am eigenen Tor… Es wäre ein Eigentor zum 3:4 für den FVM gewesen…

 

Der FVM hat in der vergangenen Saison nur ein einziges Spiel in der regulären Spielzeit verloren, stellt die beste Verteidigung und den besten Angriff in seiner Staffel und doch fühlt man sich am Ende als Verlierer. Natürlich kann man die Schuld beispielsweise den zwei fragwürdigen Platzverweisen im Spiel gegen Erligheim geben, dem fehlenden Glück (und Können) bei zahlreichen Aluminiumtreffern, dem Rasen im Glemstal, dem letzten Bier am Abend vor dem Spiel, oder eben der Nachspielzeit die von ihrer Länge her alleine schon das Eintrittsgeld wert gewesen wär. Am Ende ist es eben doch nur ein Spiel, bei dem es Gewinner und Verlierer geben muss. Und gestern Abend haben wir wohl das kürzere Streichholz gezogen. Es hat trotzdem Spaß gemacht, vor so vielen Zuschauern zu spielen, die den weiten Weg auf sich genommen haben um ehrlichen Kreisligafußball zu sehen, die Mannschaft angefeuert haben und immer einen passenden Spruch für den Gegner parat hatten. Der Aufstieg wird im nächsten Jahr erneut in Angriff genommen, dann lässt sich die Relegation hoffentlich vermeiden. Bis dahin werden wir uns wohl fragen: Woran hat et jelegen..?

 

Vielen Dank, bis dann!

 

Kader: Tobias Kammler, Florian Prager (C), Benjamin Weidner (22'), Andreas Brosi, Fabian Bamberg, Albert Bajrami (97'), Brian Richard, Thomas Brosi, Dominik Bajrami (47'), Walter Vins, Sebastian Bernert, Denis Figueredo Ferreira, Marcel Engelhardt, Felix Tran, Sven Klotz, Josua Steffan, Giuseppe Liotta.

 

- Autor Tobias Kammler